
Die Marktchancen für OLED-Displays sind vielversprechend. In naher Zukunft werden sie die Displaytechnik anführen. Und selbst flexible Foliendisplays, die beliebig knickbar und einrollbar sind, können schon bald Realität sein.
Seit der Entdeckung der organischen Leuchtdioden haben diese eine rasante
Entwicklung genommen. Schon die ersten Muster der neuen Displays bieten eine
Helligkeit von 150 Candela pro Quadratmeter und Kontraste über 100:1. Damit beginnt
die neue Technologie etwa da, wo heute hochwertige TFT-Monitore angelangt sind. Aus
den anfänglich nur schwach leuchtenden Schichten in den Labors sind hell strahlende
Bauteile geworden, die in Labor-Experimenten Leuchtstärken bis 200.000 Candela pro
Quadratmeter erreichen - für diese Helligkeit braucht man eine Sonnenbrille.
Während starre organische Anzeigen langsam auf den Markt kommen, stellen flexible
Displays die Wissenschaftler noch immer vor große Probleme: Weil die Licht
erzeugenden Polymere empfindlich auf Luftfeuchtigkeit und Sauerstoff reagieren,
müssen sie sorgfältig verkapselt werden. Das führt bei flexiblen Baukonzepten zu
Problemen, denn hier wird der Folienverbund mechanisch extrem belastet
Die Kombination von organischen LEDs mit elektronischen Schaltkreisen aus Kunststoff
könnte vollständig flexible Displays ermöglichen, die fast beliebig zu knicken oder
einzurollen sind. Bisher muss jedes Pixel mit herkömmlicher Technik verdrahtet und
einzeln angesteuert werden. Ziel ist, die elektronische Schaltung direkt auf die
Rückseite zu drucken. Damit werden Displays zu Trägersystemen - und selbst mit einem
Foliencomputer dahinter nur Millimeter dick.
Spezialisten sagen voraus, dass sich für OLED-Displays bis 2007 weltweit ein 2
Milliarden Dollar-Markt entwickeln wird. Marktforscher sind davon überzeugt, dass
die OLED-Technologie in Produkten wie Mobiltelefone, Digitalkameras, PDAs und
DVD-Player zukünftig eingesetzt wird. Erste Beispiele gibt es schon: die Digitalkamera
von Kodak (LS663), das Mobiltelefon von Samsung (SGH-E700) und Autoradios von Pioneer.
